Großhandel


Fallbeispiel Hama

HAMA optimiert die Planung durch flexible Standards

Der Planungsdynamik wendig und reaktionsfähig begegnen

Von Armin Klüttgen

„Flexible Standards“ klingt in einer ersten Anmutung nach einem Widerspruch in sich. In Wahrheit ist es aber die Schnittmenge der positiven Aspekte zweier Strategien, ebenso wie z. B. bei dem widersprüchlich klingenden „Mass Customization“, die die Vorteile der Massenfertigung (z. B. Skalierungseffekte) mit der heutzutage immer stärker geforderten Kundenindividualisierung vereint.

Die planerische Herausforderung
1923 in Dresden gegründet und seit 1945 im bayerischen Monheim beheimatet, ist die Hama GmbH & Co KG heute einer der führenden Zubehörspezialisten. Das Sortiment umfasst rund 18.000 Produkte aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Computer, Telekommunikation, Foto/Video und Elektro-Hausgeräte. Neben der Marke Hama gehören weitere Eigen- und Partnermarken zum Handelsangebot. Weltweit sind 2500 Mitarbeiter an 20 Standorten für das internationale Unternehmen tätig, 1500 davon am Stammsitz Monheim.


Fallbeispiel Gremlin Electronics

Gremlin Electronics

Lange Wiederbeschaffungszeiten und Beschaffungsrestriktionen wie Container-Komplettierung stellen in der Beschaffung von Einkaufsteilen und Fertigwaren eine Herausforderung dar.

Zusammen mit einer großen Anzahl von Produkt- und Sortimentsänderungen, starken Mengenschwankungen und häufigen Terminverschiebungen auf der Nachfrageseite kann dies bei Einsatz klassischer Planungs- und Dispositionsfunktionen schnell zu Überbestand bzw. fehlender Lieferbereitschaft führen. Die Gremlin Electronics Inc.*) in Großbritannien hat sich als Handelsunternehmen der Herausforderung gestellt, trotz träger Beschaffung und stark schwankender Kundennachfrage ihre Bestände zu senken und die Lieferbereitschaft zu steigern. Durch die leistungsfähigen, simulationsoptimierten Planungs- und Dispositionsmethoden von DISKOVER konnte Gremlin Electronics die Lieferbereitschaft steigern und seine Bestände reduzieren.

*) Namen aus unternehmenspolitischen Gründen geändert.


Fallbeispiel Hansa-Flex

DISKOVER SCO optimiert die Distribution in über 250 Filialen

Hohe Verfügbarkeit und automatisierte Dispoparameter

Von Dr. Bernd Reineke, Abels & Kemmner GmbH, Christian-Hans Bültemeier und Michael Meier (HANSA-FLEX)

HANSA-FLEX ist Europas führender Systemanbieter in der Fluidtechnik und Wertschöpfungspartner für Unternehmen jeder Größe. Die Bedeutung der Fluidtechnik wächst weltweit und mit ihr die Nutzenerwartungen der HANSA-FLEX Kunden in allen Bereichen der Wirtschaft, in Deutschland und weltweit.


Fallbeispiel Trost SE

Trost setzt auf Automatisierung in der Disposition

von Dr. Reiner Schmitz (Trost SE), Dr. Bernd Reineke (Abels & Kemmner GmbH)

Fangen wir mit einer ganz normalen Kennzahl an: in einem konventionell disponierenden Unternehmen verantwortet ein Disponent ca. 1.000 bis 5.000 aktive Artikel. In einem Unternehmen mit automatisierter Disposition können es mehr als 100.000 aktive Artikel pro Disponent sein! Es lohnt sich also, sich mit der Automatisierung in der Disposition zu befassen und die Möglichkeiten und Erfahrungen mit diesem Thema zu erfahren. In diesem Artikel lesen Sie, wie die Firma Trost vorgegangen ist, um ihr logistisches Geschäftsmodell in Regelwerke und Entscheidungstabellen abzubilden und die Prozesse weitgehend zu automatisieren.


Fallbeispiel ASAJ

ASAJ minimiert Portfolio-Risiken durch automatisierte Disposition

Wollen Großhändler im Internetzeitalter bestehen, müssen sie immer mehr Artikel in immer kürzerer Zeit liefern können. Damit die Lagerbestände bei hunderttausend und mehr Artikeln nicht explodieren, kann nur eine automatisierte Disposition die Bestände senken, ohne die Lieferbereitschaft in Leidenschaft zu ziehen oder alternativ die Personalkosten in die Höhe schnellen zu lassen. Advanced Planning & Scheduling Software wie DISKOVER SCO der SCT GmbH können hier helfen. So die Erfahrungen des in der FEGIME organisierten Großhändlers ASAJ.

Lagerkapazitäten für eine schnelle Lieferung kann man aber nicht beliebig erweitern, da zunehmende Artikelvielfalt ja auch Kosten bindet. Bestände verursachen 19 bis 30 Prozent der Bestandswerte an laufenden Kosten pro Jahr. Diese Kosten muss der Großhandel bezahlen, wenn seine Logistikkette nicht stimmt. Wie kann man aber trotz steigenden Artikelzahlen und sinkender Nachfrage pro Artikel die Lieferbereitschaft steigern und gleichzeitig die Beständen abbauen?


Fallbeispiel WM SE

WM SE setzt auf ein Dispositionsmanagementsystem für alle ERP Systeme

Von Dr. Reiner Schmitz von WM SE und Andreas Capellmann von der SCT GmbH

Wer heute Millionen Produkte effizient disponieren will, setzt nicht mehr hunderte Mitarbeiter ein, die sich um einzelne Lieferanten oder Produktgruppen kümmern. Gefragt sind vielmehr Managementsysteme, die eine weitestgehend automatisierte Disposition ermöglichen. WM SE setzt hierfür Standort- und ERP-übergreifend auf DISKOVER von SCT.

WM SE beliefert von rund 250 Standorten aus freie Werkstätten, Vertragswerkstätten, Fachhändler und Regiebetriebe in sieben Ländern. Die Kundenzufriedenheit der ca. 60.000 aktiven Kunden steht für die rund 6.500 Mitarbeiter der Osnabrücker Unternehmensgruppe an oberster Stelle. Um diese Kundenzufriedenheit zu gewährleisten, muss WM SE seinen Kunden eine tagesgleiche Belieferung gewährleisten. Das ist keine leichte Aufgabe bei über 250.000 täglich verfügbaren Artikeln und mehreren Millionen SKUs (Stock Keeping Units)!


Fallbeispiel Otto Golze

Dispositionsmanagement bei Otto Golze & Söhne mit DISKOVER von SCT

Von Andrea Taufall von Otto Golze & Söhne und Andreas Capellmann von der SCT GmbH

Das Supply Chain Management Team von Otto Golze & Söhne muss Material für jährlich rund 2,9 Millionen Bodenbeläge und Teppiche disponieren. Damit die komplexen Zusammenhänge der Lieferkette einfach zu handhaben sind, setzt Otto Golze auf das Advanced Planning & Scheduling (APS) Tool DISKOVER von SCT. Es zählt zu den funktionsreichsten und damit leistungsstärksten APS-Systemen am Markt und wurde jüngst mit dem Gütesiegel des BME ausgezeichnet. Nach Einführung konnte die bislang normalhohe Lieferbereitschaft von 95% auf nun besonders hohe 98% umgestellt werden – und dies bei signifikant gesunkenen Beständen.

Der Markenartikler Otto Golze & Söhne bietet unter der Hausmarke ASTRA hochwertige Bodenbeläge und Teppiche aus Naturfasern, abgepasste Teppiche, Tür- und Sauberlaufmatten sowie Stufenmatten an. Zudem werden auch Kollektionen für die Marken SCHÖNER WOHNEN und JOOP! entwickelt und europaweit vertrieben. Für 2017 konnte Golze einen Absatz in Höhe von 2,7 Mio. Türmatten und 206.000 Teppichen verzeichnen. Neben Standardprodukten fertigt Golze auch Wunschmaß-Teppiche. Diese jährlich rund 46.000 Bestellungen erfordern schnelle Lieferungen bei Losgröße 1. Durch Quotierungen fordert aber auch der Absatzkanal über Baumärkte die strenge Einhaltung vereinbarter Lieferkontingente, was höchste Lieferbereitschaften über das gesamte Sortiment erfordert. Gleichzeitig schwankt die Nachfrage in allen Bereichen saisonal vergleichsweise stark. Bei einsetzendem Schmuddelwetter – egal zu welcher Jahreszeit – steigt die Nachfrage nach Sauberlaufmatten beispielsweise exponentiell an.

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